campus relations beim DRK

Blutkonserven als Lebensretter: Beim Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes dreht sich alles um das rote Lebenselixier. Claudia Müller und Kerstin Gardeik gaben den campus-Mitgliedern einen Einblick in die tägliche Kommunikation beim DRK. In Kleingruppen konzipierten die Workshop-Teilnehmer schließlich Maßnahmen für eine erfolgreiche digitale Kommunikation.


Das Deutsche Rote Kreuz gibt es seit 1952. Angefangen mit 8.000 Blutkonserven pro Jahr peilt der Blutspendedienst des DRK mittlerweile rund 1.000.000 Blutspenden jährlich an. In den letzten Jahren hat sich die Zahl allerdings eher bei etwa 800.000 Blutkonserven eingependelt, was unter anderem an der demografischen Entwicklung und dem benötigten Bedarf liegt. Die Kommunikation beim Deutschen Roten Kreuz umfasst im Wesentlichen vier zentrale Aufgaben: neue Blutspender gewinnen, aktive Blutspender motivieren und binden, über Blutspenden und Transfusionsmedizin informieren sowie die klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Für uns ist es schwierig, in die Medien zu kommen“, erklärte Pressereferentin Claudia Müller. Das liege vor allem daran, dass die eigentliche Botschaft immer die Gleiche sei. Deshalb spielt für die Kommunikatoren gerade das Storytelling eine immer größere Rolle. Im vergangenen Jahr traf etwa Monique, die an Leukämie erkrankt war, ihre Stammzellspenderin Nadja beim DRK. „Das war Gänsehaut pur, eine wunderbare Geschichte“, erinnerte sich Claudia Müller an das erste Aufeinandertreffen der beiden nach den obligatorischen zwei Jahren Kontaktsperre.

Kerstin Gardeik leitet die Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst West in Hagen. Sie stellte die Teilnehmer des Workshops vor eine anspruchsvolle Aufgabe: Wie kann das DRK seine digitale Kommunikation ausrichten, um neue Blutspender zu gewinnen und aktive Blutspender zu binden? In zwei Kleingruppen erarbeiteten die campus-Mitglieder Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Den Ideen der Teilnehmer waren zunächst keine Grenzen gesetzt, um möglichst vielfältige Ergebnisse zu präsentieren. Im Gegensatz zu privatisierten Blutspendediensten lobt das DRK für eine Blutspende beispielsweise kein Geld aus, da es eine gemeinnütze Organisation ist. Die Vorschläge reichten von gemeinsamen Blutspendeaktionen in Unternehmen und Vereinen, dem Einsatz von Testimonials aus dem Sport bis hin zu Blutspendeanreizen durch Spotify-Premium-Pakete, die es beispielsweise gäbe, wenn ein Erstspender zum zweiten oder dritten Mal Blut spendet.

Sichtlich begeistert nahmen die beiden Kommunikatoren des DRK die Ideen und Vorschläge auf. Es entstand eine lebhafte Diskussion, in der es auch um die Digitalisierung des Blutspendedienstes ging. So profitierten am Ende alle von einem erfolgreichen Workshop beim Deutschen Roten Kreuz in Münster.

Jonas Hille