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Interview- und Medientraining für Executives bei BCW in Düsseldorf

Interviewfragen – manchmal gar nicht so leicht zu beantworten. Besonders, wenn kritisch gefragt wird. Gerade dann ist es wichtig, sich auf die eigenen Kernaussagen zu fokussieren und den Fragen dennoch nicht offensichtlich auszuweichen. Kurz: klar zu antworten. Methoden und Strategien dafür wurden uns bei dem Interview- und Medientraining „Kritisch gefragt, klar geantwortet“ bei unserer Exkursion, am 12. Mai 2023, zu der globalen Kommunikationsagentur BCW beigebracht.



WPP Campus - beeindruckend groß

Nachdem wir mit Zug und S-Bahn fast unkompliziert beim WPP Campus angekommen sind, wurden wir herzlich von unseren Workshop-Mentoren empfangen. Wir starteten mit einer Führung durch Paris, Madrid, New York und weiteren Städten. So heißen zumindest die Etagen, in denen Arbeitsplätze, Versorgungsmöglichkeiten und Sitzecken für kreative Pausen zu finden sind. Das Highlight war die bepflanzte Dachterrasse mit Blick auf den Medienhafen – na, wenn das nicht passt!


Kritisch gefragt - klar geantwortet

Die Ziele des Workshops waren der Einblick in Interview- und Medientrainings bei BCW, das Durchführen von Praxisübungen zum Erlernen und Trainieren von Antworttechniken und das Kennenlernen von Do’s und Dont’s in Interviewsituationen.


Botschaften in Interview-Situationen vermitteln

Zunächst haben wir Grundlagen zur Vermittlung von Botschaften in Interviews kennengelernt. Dabei gilt der Grundsatz: Die Botschaft soll hängen bleiben – und kommt daher zuerst! Danach folgen Begründungen, Belege und der Kontext. Vor Interviews sollte sich daher bewusst gemacht werden: Was sind meine Botschaften? Um diese zu vermitteln, kann das KISS (Keep It Short And Simple)-Prinzip eingesetzt werden. Die Botschaften sollten in Form von verständlicher Sprache vorbereitet und an die Zielgruppe angepasst werden.


Und nun in die Praxis: Antworttechniken

Im Interview- und Medientraining haben wir vier Antworttechniken kennengelernt: Bridging, Blocking, Zoom In/Out und Flagging.

Das Bridging hilft einen guten Einstieg für Antworten zu verschaffen. Dazu kann in Form von Sätzen, wie „Ich verstehe Ihre Nachfrage…“, die Frage anerkannt und sich mehr Zeit für die Antwort verschafft werden. Danach kann man eine Brücke zur Antwort schlagen, zum Beispiel durch Sätze wie „…und die Antwort ist klar…“.

Das Blocking eignet sich für Fragen, die nicht seriös beantwortet werden können oder zu denen man sich nicht äußern möchte. Sie können durch Sätze, wie „Diese Daten sind mir so nicht bekannt…“, zurückgewiesen werden und signalisiert werden, dass darüber nicht gesprochen werden kann.

Die Zoom In/Zoom Out Technik eignet sich, um die Diskussion entweder durch spezifische Beispiele in die eigene Spur zu bringen oder sich durch einen globalen Blick wieder auf sicheren Boden zu bringen.

Mit dem Flagging können Zeichen gesetzt und die Kernbotschaften auf den Punkt gebracht werden. Dazu eignen sich Formulierungen, wie „Der wesentliche Punkt ist…“ oder „Zusammenfassend heißt das also…“.

Wir haben alle vier Techniken anhand von dem Beispiel eines fiktiven Unternehmens, das sich zu Diversity bekennt, praktisch erprobt. Die Kernbotschaften hatten wir schriftlich vor uns und wurden spontan mit kritischen Fragen konfrontiert. In unseren Antworten haben wir versucht die Techniken bestmöglich umzusetzen.


Do's and Don'ts

Zum Ende haben wir ein paar klassische Do’s und Don’ts für Interviewsituationen kennengelernt. Do’s sind unter anderem ruhig zu bleiben, falsche Aussagen zu korrigieren und zu erklären, warum Informationen nicht gegeben werden können.

Zu den Dont’s gehört Negativ-Formulierungen zu wiederholen, Spekulationen zu kommentieren und ironisch zu antworten.


Neben den erlernten Antworttechniken und Verhaltenshinweisen, kamen der Spaß und eine stärkende Mittagspause mit leckeren Snacks nicht zu kurz. Unser herzlicher Dank geht an Moritz Miebach und Felix Ullmann für den bereichernden Einblick in die PR-Praxis.


Von Nadja Spittka


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