„Es führt kein Weg mehr an Social Media vorbei“ – hypr über Corporate Communications

Warum sollte ein Unternehmen schon bei der Gründung kommunizieren? Und die große Frage: Wie geht man bei der Kommunikation vor? Zwei Mitarbeiterinnen von der Agentur hypr haben uns viele Insights aus ihrem Berufsleben gegeben, bei dem Social Media eine große Rolle spielt.

Julia Empelmann und Julia Schwendner von hypr, einer Agentur für digitale Unternehmenskommunikation und PR, haben mit uns einen Workshop durchgeführt, bei dem auch der persönliche Austausch nicht zu kurz kam. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erzählten sie uns alles über Start-up-PR und Storytelling. Einen Schwerpunkt setzten sie dabei auf Social Media und auf LinkedIn. Warum? Das beantworten wir hier in unseren Key-Learnings:


Warum sollte ein Unternehmen schon als Start-up kommunizieren?


Kommunikation ist von Anfang an wichtig, denn ein Brand Building braucht lange. Das heißt, dass eine Marke nicht von Anfang an stabil ist und jede Krise übersteht. Deswegen sollte ein Unternehmen so früh wie möglich damit anfangen. Treffend wird das mit dem Wachsen eines Baumes verglichen, auch das braucht seine Zeit. Wenn er früh gepflanzt wird, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass er genug gewachsen ist, wenn der Sturm kommt.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass ein Baum wenn er gefällt wurde, nicht schnell wieder zusammengeklebt werden kann, sondern erst wieder wachsen muss. „Nehmt schon vorher den Wind aus den Segeln, an dem Punkt kann Kommunikation helfen“. Das bedeutet: Es sollte schon vor der Krise kommuniziert werden, damit die Marke nicht so schwer beschädigt wird. Agenturen wie hypr können hier helfen, damit auch schon Start-ups wie die Profis kommunizieren können. Wichtig ist: „Auch kleine Unternehmen müssen Hand und Fuß in der öffentlichen Wahrnehmung haben“.


„People don’t buy what you do they buy why you do it“ (Simon Sinek)


hypr orientiert sich beim Storytelling ganz an diesem Satz von Simon Sinek. Sie rollen die Kommunikation von hinten auf und wählen als Ausgangspunkt für die Geschichten der Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten, das Warum. Die zentrale Frage hinter jedem Storytelling ist: Warum tun die Unternehmen das was sie tun? Erst dann gehen sie bei hypr auf das Wie und das Was ein.


Welche Rolle spielt Social Media beim Storytelling?


Eine wichtige Unterscheidung beim Storytelling ist die zwischen B2C (Business to Costumer)- und B2B (Business to Business)-Marketing. Während beim B2C-Marketing Social Media oft nur als Werbeplattform genutzt wird, geht es bei B2B-Kommunikation auch um PR und Branding. Überraschend für uns war die Erkenntnis, dass für das B2B-Marketing nicht Facebook und Instagram die besten Plattformen sind, sondern LinkedIn. Das kommt aber auch hier natürlich immer auf die Zielgruppe an: „Es gibt bei Social Media kein Geheimrezept, kein One-Fits-All“.

  • Facebook: meistgenutztes soziales Medium weltweit mit 2,74 Milliarden NutzerInnen, Werbe-Primus unter anderem durch weitere Unternehmenstöchter

  • XING: Deutsches Karriereportal, 16 Millionen Nutzer:innen in Deutschland, hohe Dichte an Führungskräften insbesondere aus dem Mittelstand

  • Twitter: Nur 2% der Deutschen nutzen Twitter täglich, 24,6 % der verifizierten Accounts gehören JournalistInnen

  • LinkedIn: Der (inzwischen) Platzhirsch mit 16 Millionen NutzerInnen in DACH, Reichweite steigend, Sammelplatz für Business-Influencer

Und warum jetzt LinkedIn?


Wenn ein Unternehmen es darauf anlegt, tiefgehende Geschichten zu erzählen, ist LinkedIn das „Geheimrezept“. Außerdem hat LinkedIn in den großen Vorteil, dass das Unternehmen Teil der Diskussion ist und nicht außen vorsteht. Da das Netzwerk persönlich fokussiert ist, können auch Start-ups hier einen Fußabdruck hinterlassen. Um erfolgreich zu sein, gibt es hier ein paar Tipps und Tricks:

  1. Kontaktanfragen beantworten oder klären, niemals einfach stehenlassen. Das bewertet der Algorithmus negativ.

  2. LinkedIn News abonnieren und sich in Diskussionen einmischen.

  3. Ein Thema finden und dieses immer wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln bespielen und die Meinungsführerschaft/ den Expertenstatus für sich beanspruchen.

Als Fazit lässt sich mitnehmen:

  • Gute Kommunikation ist abhängig vom Storytelling und der Story.

  • Social Media lohnt sich in der Kommunikation. Wichtig ist zu überlegen, wen man erreichen möchte, um sich das Medium danach auszusuchen.

  • LinkedIn kann mit den richtigen Methoden eine super Plattform fürs Storytelling sein.

Anschließend haben die Beiden uns einige interessante Fragen beantwortet, die wir hier für euch zusammengefasst haben:

Wie sieht der Arbeitsalltag bei hypr, einer remote arbeitenden Agentur, aus?

Hier trifft der oft wiederholte Satz im Zusammenhang mit Agenturen zu: „Kein Tag ist wie der andere“. Morgens treffen sich die MitarbeiterInnen digital, um sich über unseren Tag auszutauschen, aber dann gestaltet jeder seinen Tag individuell: Termine mit den Unternehmen; Zeiten in den Texte geschrieben werden; Workshops, in denen zusammen Strategien gebaut, diskutiert und zusammengestellt werden.

hypr erstellt also sowohl Strategie als auch Content?

Ja. hypr macht End-to-End-Kommunikation. Die Strategien werden entwickelt und auch umgesetzt.

hypr arbeitet remote. Wünschen Unternehmen sich öfter ein persönliches Treffen?

Ja. Früher wurden die Workshops, in denen die Strategien erarbeitet wurden, vor Ort durchgeführt. Sonst wurde viel telefoniert, aber es gab immer Zeitpunkte, wo man sich mit den Unternehmen getroffen hat. Das hat sich durch die Pandemie natürlich verändert.

Vielen Dank für den interessanten Workshop und den offenen Austausch!


Celine Albers